Reise in die Zeit der Fugger und Welser

Leichte Sprache | CABkom

Unser Besuch im Fugger und Welser Erlebnismuseum

 

Im Fugger und Welser Erlebnismuseum in Augsburg taucht man in eine Zeit ein, als die Stadt ein Zentrum des Fernhandels war. Im Museum wird viel Wert auf ein interaktives Erlebnis und auf Barrierefreiheit gelegt – wie wir bei einer Führung erleben durften.

 

Wir wollten wissen, wie es eigentlich um die Barrierefreiheit und speziell um Angebote in Leichter Sprache in Augsburger Museen steht. Die Internetrecherche fiel leider recht ernüchternd aus. Gerade einmal zwei Museen bieten explizit barrierefreie Angebote für Menschen mit Teilhabebeeinträchtigungen – darunter auch Angebote in leicht verständlicher Sprache. Eines davon ist das Fugger und Welser Erlebnismuseum, das ein Museum für alle sein möchte: barrierefrei und inklusiv. Wir wollten uns ein Bild machen und fragten für eine Führung in Leichter oder Einfacher Sprache an – und erhielten postwendend eine Einladung zu einer Führung in Einfacher Sprache. 

 

Führung für alle Sinne

In den engen Gassen des Augsburger Domviertels ist Parken eine Herausforderung, doch da das Fugger und Welser Erlebnismuseum ein paar nicht-öffentlich zugängliche Parkplätze bietet, erleichtert das die Anfahrt für Menschen mit Geh- oder Sehbehinderung, die mit dem Auto kommen, schon einmal sehr. Auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist das Museum in wenigen Minuten von der nächsten Tramhaltestelle erreichbar. 
Nach dem herzlichen Empfang durch die Museumsleitungen Frau Schreier und Frau Dehner begann unsere exklusive Führung mit der Museums- und Stadtführerin Sabine Pabst. Sie erzählte uns in leicht verständlicher Sprache, wer die Fugger und Welser waren und womit sie handelten. Unsere Prüferinnen konnten dabei jederzeit Rückfragen stellen. Frau Pabst gab uns auch verschiedene Ausstellungsstücke zum Anfassen in die Hand, was gerade für blinde Menschen und Menschen mit Sehbehinderung einen guten zusätzlichen Zugang zur Ausstellung bietet. Darüber hinaus verfügt die Ausstellung auch über Hörstationen, kurze Filme oder Gewürze zum Riechen wie Zimtstangen oder Pfeffersäckchen – früher kostbare Handelsgüter der Fugger und Welser. Und wenn man sich zum Abschluss des Besuchs noch einen Kaffee oder etwas Kühles unter den Arkaden des Museums mit Blick in den angrenzenden Klostergarten gönnt, dann kann man wohl von einem Museumsbesuch für alle Sinne sprechen.

 

Das sagen unsere Prüferinnen

Zwar sind die Erklärungen der Ausstellung nicht in Leichter Sprache, doch waren unsere Prüferinnen sehr zufrieden mit der Führung von Frau Pabst in einfacher Sprache. So fand unsere Prüferin Tanja Greisel: „Sie hat so gut erzählt, es war für mich sogar Leichte Sprache, weil wir alles verstanden haben.“ Besonders ansprechend fand unsere Prüferin Maria Hütter-Songailo einen Raum, der einem alten Handelsschiff nachempfunden war: „In einem Raum fühlt man sich, als wäre man auf einem Schiff. Da gibt es auch Geräusche wie von Möwen und vom Meer.“ Insgesamt hat der Besuch im Fugger und Welser Erlebnismuseum unseren Prüferinnen sehr gefallen – oder in den Worten von Maria Hütter-Songailo: „Ich kann das Museum sehr empfehlen, weil es echt interessant ist. Es gibt so viel zu entdecken.“ 

Wer also Lust auf eine Zeitreise in das Augsburg vor 500 Jahren hat, der oder die ist im Fugger und Welser Erlebnismuseum an der richtigen Adresse. Und in Verbindung mit einer Führung ist es auf jeden Fall auch für Menschen mit Lernschwierigkeiten ein tolles Erlebnis.

 

Weitere Infos zum Fugger und Welser Erlebnismuseum finden Sie hier: 

Fugger und Welser Museum – »Fugger und Welser Erlebnismuseum« Augsburg